Glossar
Geschrieben von: Albert Schneider   

Version 1.07
Folgende Begriffe werden in der deutschsprachigen Literatur zur Sozionik und Psychosophie benutzt.


Aktivierungsfunktion

Funktion 6 im Modell A. Wird auch als Referenzfunktion bezeichnet.


Aristokratie

Die Wahrnehmung eines Objektes (der Person) ist abhängig vom Kontext der Umgebung, die ihn geformt hat, der sozialen Hierarchie, der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kreis.


Basisfunktion

Erste Funktion im Modell A.


Bedachtsamkeit

Zu den Werten gehören Komfort, Bequemlichkeit, Möglichkeit zu besprechen, friedlich zu lösen.


Beziehungsethik

Informationsart, beschreibt die unsichtbare Statik der Beziehungen


Deklatimität

Die Kommunikation wird als Monolog geführt. Die Information wird in größeren Abschnitten vorgetragen, Rückfragen werden später erwartet. Fragen sind rhetorisch und dienen dem Ziel, den Gesprächspartner zur gewünschten Schlussfolgerung zu bewegen.


Demokratie

Die Wahrnehmung eines Objektes (der Person) ist unabhängig im Kontext der Umgebung, der sozialen Hierarchie, der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kreis.


Dynamik

Stütze auf dynamische, sich ändernde Eigenschaften eines Objekts, einer Situation, eines Prozesses.


Ego

Block aus Funktionen 1+2 im Modell A, der "Ich weiß"-Block


Emotionsethik

Informationsart, beschreibt die unsichtbare Dynamik der Objekte


Emotivismus

Legen mehr Wert auf den Kontaktaufbau zu Beginn einer Unterhaltung.


Empfindungssensorik

Informationsart, beschreibt die sichtbare Dynamik der Beziehungen


Entschlossenheit

Zu den Werten zählen Willensstärke, schnelles und entschiedenes Handeln.


Ergebnis

Legen mehr Wert auf das Ergebnis.


Ernsthaftigkeit

„Erst mach Dein Sach, dann lach.“ Stützen sich in ihren Überlegungen auf objektive Gesetzmäßigkeiten, allgemein anerkannte Konzepte. Wird auch als Objektivismus bezeichnet.


Ethik

Art der Informationsbewertung. Gut oder schlecht, gefällt oder nicht, etc.


Extraversion

Eine Einstellung der Psyche, bei der die Aufmerksamkeit nach Außen gerichtet ist, auf Objekte der äußeren Welt, mehr objektiv. Wichtiger Hinweis: dieser Begriff hat bei C.G.Jung und in der Sozionik eine andere Bedeutung, als bei einigen Autoren sowie in der modernen Psychologie.


Funktion

Eine psychische Funktion ist ein Kanal, durch den ein Lebewesen Informationen einer bestimmten Art aufnimmt und verarbeitet. Z.B. zur Beziehungsethik. Das Modell A kennt 8 Funktionen.


Handlungslogik

Informationsart, beschreibt die sichtbare Dynamik der Objekte


Hartnäckigkeit

Die Aufmerksamkeit ist mehr auf Ressourcen gerichtet.


Id

Block aus Funktionen 7+8 im Modell A, der "Ich kann"-Block


Intertypische Beziehungen

Der Informationsaustausch zwischen den 16 Typen unterliegt bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Man unterscheidet zwischen 14 symmetrischen Beziehungsarten: Gleichheit, Dualität, Spiegel, Aktivierung, Verwandtschaft, Halbdualität, Geschäftliche, Traum (Illusion), Löschung, Superego, Quasigleichheit, Konflikt und 2 asymmetrischen: Sozialauftrag, Kontrolle (Revision).


Introversion

Eine Einstellung der Psyche, bei der die Aufmerksamkeit mehr nach Innen und auf Beziehungen zwischen Objekten gerichtet ist, mehr subjektiv. Siehe auch Hinweis zur Extraversion.


Intuition

Art der Informationsaufnahme. Sie erfolgt als Gesamtild.


Intuition der Möglichkeiten

Informationsart, beschreibt die unsichtbare Statik der Objekte


Intuition der Zeit

Informationsart, beschreibt die unsichtbare Dynamik der Beziehungen


Irrationalität

Eine Art, Methoden und Ziele zu kombinieren. Mit verfügbaren Methoden werden möglichst viele passende Ziele erreicht.


Jungsche Basis

Vier Dichotomien: Logik-Ethik, Intuition-Sensorik, Rationalität-Irrationalität, Introversion-Extraversion, die C.G.Jung ausführlich beschrieben hat, bilden die sogenannte Jungsche Basis.


Konstruktivismus

Legen zu Beginn einer Unterhaltung mehr Wert auf das geschäftliche Anliegen.


Kontrollfunktion

Funktion 7 im Modell A.


Kreativfunktion

Funktion 2 im Modell A.


Logik

Art der Informationsbewertung. Richtig oder falsch, effizient oder ineffizient, etc.


Lustigkeit

Stützen sich in ihren Überlegungen auf subjektive Einschätzungen im Rahmen eines eigenen Konzepts, vereinbaren leicht das Lachen mit Arbeit. Wird auch als Subjektivismus bezeichnet.


Modell A

Modell, dass in der Sozionik die Struktur der Psyche beschreibt.


Nachgiebigkeit

Die Aufmerksamkeit ist mehr auf Bedürfnisse gerichtet.


Negativismus

Sieht in einer Situation (einem Objekt, einer Person) mehr Gefahren, mögliche Verluste und das, was Menschen entzweit.


Positivismus

Sieht in einer Situation (einem Objekt, einer Person) mehr positive Seiten, mehr das, was Menschen vereint.


Prozess

Legen mehr Wert auf den Prozess.


Questimität

Die Kommunikation wird als Dialog geführt, als Fragen und Antworten. Die Information wird in kleineren Abschnitten vorgetragen, Rückfragen werden laufend erwartet. Kurze Antworten auf gestellte Fragen.


Rationalität

Eine Art, Methoden und Ziele zu kombinieren. Wenige Ziele werden mit vielfältigen Methoden erreicht. Die Methoden werden häufig als sequentielle Schritte geplant, die zum Erreichen des Ziels führen.


Reyninsche Merkmale

Psychische Merkmale, die dichotomisch unsere Psyche beschreiben. Insgesamt bilden sie 15 Dichotomien, die Jungsche Basis ist auch ein Teil der R.M.


Rollenfunktion

Funktion 3 im Modell A.


Selbstaktivierung

Wenn Vertreter der Typen von ihrer Aktivierungsfunktion sprechen, hat das eine aufmunternde Wirkung auf die eigene Psyche. Hier liegt auch der Schlüssel zur Eigeninitiative.


Sensorik

Art der Informationsaufnahme. Sie erfolgt über Einzeldetails.


Sozion, das

Die 16 Typen gemeinsam bilden das Sozion. Vom Lat. socium - Gesellschaft


Sorglosigkeit

Bereitschaft, nicht vorhergesehene Aufgaben zu lösen. Jedes Mal wird ein neuer Algorithmus für die Aufgabe erstellt. „Kommt Zeit - kommt Rat.“


Standardfunktion

Funktion 8 im Modell A. Wird auch als Hintergrundfunktion bezeichnet.


Statik

Stütze auf konstante, unveränderliche Eigenschaften eines Objekts, einer Situation.


Strategie

Besser wird das Ziel (der gewünschte Zustand) wahrgenommen, als die unmittelbar anstehenden Schritte in der Zielrichtung.


Strukturlogik

Informationsart, beschreibt die sichtbare Statik der Beziehungen


Suggestivfunktion

Funktion 5 im Modell A.


Super-Ego

Block aus Funktionen 3+4 im Modell A, der "Ich muss"-Block, Pflichtblock, Block der sozialen Adaption


Super-Id

Block aus Funktionen 5+6 im Modell A, der "Ich will"-Block, die Seele. Wird auch als Kinderblock bezeichnet.


Taktik

Besser werden die unmittelbar anstehenden Schritte (Reihenfolge, der Weg) in der Zielrichtung wahrgenommen, als das Ziel selbst.


TIM, der

Typ des Informationsmetabolismus. Jeder sozionische Typ hat seine eigene Art, wie er Informationen mit der Umwelt austauscht, abhängig von der Lage der Funktionen in seinem Modell A. Diesen Typ bezeichnet man auch als TIM.


Verletzbarkeitsfunktion

Funktion 4 im Modell A. Wird in der wissenschaftlicher Literatur auch als PGW - Punkt des geringsten Widerstandes bezeichnet.


VI - Visuelle Identifikation

Eine Methodik der Typendiagnostik, die auf einer Analyse der äußerlichen Merkmale wie Mimik, Gestik, Kleidung etc. basiert.


Vorsorglichkeit

Die Situation wird möglichst vorausgesehen, man versucht, sich maximal auf diese vorzubereiten.


Willenssensorik

Informationsart, beschreibt die sichtbare Statik der Objekte


Die Benutzung dieser Begriffe ist ausdrücklich frei. Die Gesamtliste darf ohne Rückfragen gerne kopiert und veröffentlicht werden, solange ein Link auf www.psychotypen.de hinzugefügt wird.