Enthusiast, ESE, Hugo

 

1. Die Emotionsethik  als Basisfunktion


Seine starke Seite ist die emotionale Einwirkung auf  Menschen. Durch die Äußerung der stürmischen, heftigen Emotionen kann er vieles erreichen. Den Mitmenschen fällt es nicht leicht, seinen emotionalen Andrang zu ertragen. Erkennt gut, welcher Laune sein Gesprächspartner ist. Versteht es, die eigene Stimmung und die der Anderen zu heben. Ein Optimist, strebt danach, seinen Angehörigen den Glauben an Erfolg beizubringen. Er ist sehr gesellig, kommt leicht in Kontakt. Erzählt gerne über seine Beziehungen, Bekannten und Verwandten. Zwar strebt er nach einem hohen sozialen Status, kann aber darauf zugunsten seiner Familie verzichten. Ein guter Organisator der Erholung und der feierlichen Veranstaltungen in seinem Umkreis. Passt darauf auf, dass es für alle interessant ist, zieht die Eingeladenen zum allgemeinen Gespräch heran. Mag keine Skeptiker und Sonderlinge.

2. Die Empfindungssensorik  als Kreativitätsfunktion

Sehr sorgsam in Bezug auf seine Verwandten und Freunde. Aufmerksam und hilfsbereit, betreut kranke und unpraktische Menschen. Versteht, wer welcher Hilfe bedarf. Hilft nicht nur wegen des guten Verhältnisses. Empfängt gerne Gäste. Mag die festlichen Mahlzeiten. Er weiß, wen er einzuladen hat, wie er sich benehmen soll und was aufzutragen ist, um den nötigen Eindruck zu hinterlassen. Praktisch im Alltagsleben. Er kann mit den greifbaren Mitteln Komfort schaffen. Richtet sich schnell auf einem neuen Platz ein. Trennt sich von unnötigen Sachen, die er verkauft oder einfach verschenkt. Besitzt einen anspruchsvollen ästhetischen Geschmack. Analysiert die Harmonie des Aussehens der Umgebung. Bekleidet sich selbst sorgfältig, kombiniert gut verschiedene Kleidungsstücke.

3. Die Handlungslogik  als Rollenfunktion

Zwingt sich, unternehmungslustig und aktiv in der geschäftlichen Sphäre zu sein. Bewegt sich viel, unternimmt verschiedene Geschäfte. Fühlt sich sehr beleidigt, wenn man ihn für einen unsachlichen, leichtsinnigen Menschen hält. Ziemlich hastig und zerstreut. Nicht selten überlädt er sich mit Geschäften, weshalb er sich stark überanstrengt. Die Sache setzt er frontal, mit mehreren Schritten durch. Erreicht alles im Leben selbst, ohne sich auf die Hilfe der Anderen zu verlassen. Macht den Eindruck eines gewandten, behänden Menschen. Doch zählt er sich selber gewöhnlich zu den unpraktischen Menschen, da ein sichtbares Ergebnis ihn viel Mühe kostet. Erfüllt seine Arbeit schnell, aber mag, dass ihm dabei etwas geholfen wird. Er braucht einen Gehilfen für kleine Aufträge. Strebt danach, mehrere verbundene Aufgaben gleichzeitig, auf einen Streich zu erledigen.

4. Die Zeitintuition  als Verletzbarkeitsfunktion

Der Enthusiast berechnet schlecht die Zeit. Macht sich an die notwendige Arbeit häufig in der letzten Minute, womit er sich zur verderblichen Hast verurteilt. Schätzt jene Menschen, die ihn vorher darüber benachrichtigen, wie viel Zeit er zur Verfügung hat. Schwankt lange, bevor er eine kardinale, schicksalhafte Entscheidung trifft. Erinnert sich an seine vorigen Fehler, doch handelt nicht nach der praktischen Erfahrung, sondern nach subjektiven Vorlieben. Unterdrückt in sich die Vorahnungen von Unglück und Not. Stellt sich auf einen positiven Ausgang ein. Deswegen scheitern viele seine Hoffnungen und Erwartungen. Er ist ungeduldig, mag nicht warten. Achtet den nicht, der sich verspätet, viel philosophiert, die kostbare Zeit vergeudend.

5. Die Strukturlogik  als Suggestiv-Funktion

Der Enthusiast fühlt sich ruhig und sicher, wenn es ringsherum Ordnung, System und keine unklaren Fragen gibt. Die komplizierte Information erfasst er nur dann, wenn sie in  deutlich strukturierter Form dargebracht wird. Ihm ist das Pflichtgefühl eigen. Verhält sich verantwortlich zu Aufträgen, kann sich nicht entspannen, wenn etwas nicht wie es sich gehört gemacht wird. Seine Beziehungen baut er auf Vertrauen. Mag nicht beweisen, ausführlich erklären, vielmals wiederholen. Erwartet von Mitmenschen, dass sie seine Probleme und Sorgen verstehen. Ihn beruhigt die objektive, unparteiische Analyse der verwirrten Situation. Was konkret zu tun ist, das entscheidet er selber. Sucht das System der rationalen Organisation der Lebensformen und Gesundung. Da er seinen Körper gut spürt, strebt er danach, eine Methode zu finden, wie die Krankheit zu vermeiden oder die Mängel der Figur zu verbergen sind.

6. Die Möglichkeitsintuition  als Aktivierungsfunktion

Unterstützt gerne die neuen, aussichtsreichen Vorhaben. Er braucht die Alternativen, die seinen Enthusiasmus wecken, ihn zur aktiven Tätigkeit anregen. Freut sich sehr, wenn seine Fähigkeiten und Energie gebraucht werden. Der Zustand der Unfähigkeit etwas zu machen wirkt auf ihn sehr deprimierend. Er bedarf dessen, dass man seine Bemühungen bemerkt und fördert. Unterstützt emotional die Menschen, die ihren eigenen Weg gehen, der mit den gewohnten Bahnen nicht übereinstimmt. Er selbst kann für eine Idee entflammen und sie selbständig durchsetzen. Wünscht sehr, für jemanden nötig zu sein. Schlägt viele Ideen für die Organisation der Feiertage, Feste, Aktionen, Präsentationen, Werbekampagnen usw. vor. Vermeidet Schablonen und gewohnte Vulgarität.

7. Die Beziehungsethik  als Kontrollfunktion

Bewertet kritisch die Beziehungen zwischen den Menschen. Verurteilt öffentlich Grobheit und Flegelei. Fordert, dass man sich zu ihm aufmerksam und korrekt verhält. Mag die Menschen in der Ethik — Höflichkeit, guten Manieren — unterrichten. Hält sich mit den Menschen immer auf geringe Distanz. Mag Hochmut, Aufgeblasenheit und Geziertheit nicht, obwohl er selbst danach strebt, ein Image der aristokratischen Manierlichkeit zu schaffen. Ärgert sich, wenn man sich mit ihm in einen Wortwechsel einlässt. Dann versucht er, zu beschämen, Schuldgefühle hervorzurufen. Wenn seine Ermahnungen ohne Wirkung bleiben, kann er auch randalieren. Erträgt nicht, wenn man mit ihm von oben herab spricht. Zeichnet sich durch ein krankhaftes Gerechtigkeitsgefühl aus. Sorgt dafür, dass niemand beleidigt oder vernachlässigt wird. Für seine Angehörigen kann er sich auf beliebige Abenteuer einlassen.

8. Die Willensensorik  als Standardfunktion

In den Geschäftsbeziehungen ist er beharrlich und ziemlich anspruchsvoll. Wenn die Menschen nicht in seinem Sinne handeln, erinnert er sie ständig daran und lässt sie nicht in Ruhe, bis er seinen Willen durchdrückt. Ein sehr selbständiger und unabhängiger Mensch. Weiß sein Interesse zu wahren. Lässt sich keinen Vorteil entgehen. Unternehmerisch. Stößt ständig die Menschen zur geschäftlichen Aktivität an. Versucht, ihre Taten zu leiten. Langsamkeit, Stockungen im Geschäft irritieren ihn. Kauft nichts unbedacht. Er sucht zweckgebunden nach einer Ware oder einem Verkäufer. Macht Einkäufe schnell, aber passt immer darauf auf, dass die Sache ihrem Preis entspricht.

© Autor:  Viktor Gulenko
© Übersetzung: Nadiya Medvedovska