Humanist, EII, Dostojewski

1. Träger eines ruhigen inneren Auges, einer unauffälligen Gefühlswelt. Sie ist derart fein und tief, dass verbale Liebesbeweise unnötig sind. Er sieht auch ohne Worte, wer wen und wie liebt, wer wen braucht und wer wen nicht. Die wertvollste Eigenschaft ist eine Fähigkeit, sich an die Emotionen eines anderen Menschen anzupassen. Mitfühlen, die emotionale Spannung abbauen, beruhigen.


2. Gewöhnlich ist es ein ruhiger freundlicher Mensch, der in der Gesellschaft mehr schweigt und beobachtet, unter engen Bekannten aber umgekehrt. Man kann ihn nicht als zu schüchtern bezeichnen, weil er hervorragend sieht, welche Einstellung andere zu ihm haben und weiß, wie man diese Einstellung verbessern kann. Ist bestrebt, andere Menschen von seinem Verständnis des Ethischen und Unethischen zu überzeugen. Seine Emotionen dagegen zwingt er nie auf, sondern begleitet, erlebt die Emotionen des anderen mit. Äußert eine Art emotionale Pausen. Ist sich sicher, dass andere ihn ruhig, ausgeglichen, friedlich brauchen. Möchte eine Art „Kompresse“ sein, die andere auf ihre Wunden legen.


3. Wenn man ihn bietet irgendwas zu machen, kann nicht ablehnen. Deswegen wird er nicht selten ausgenutzt. Man braucht einen Dualen, der seine Tätigkeit koordiniert und vom Überflüssigen schützten kann. In Beziehungen mit Menschen beschränken sich seine Interessen nur auf eine bestimmte Personengruppe, dagegen interessiert ihn in der objektiven Welt unselektiv absolut alles, dem Niveau seiner Intelligenz und Fähigkeiten entsprechend. Ist nicht fähig, die Qualität seiner Arbeit sowie die dabei verlorene Zeit einzuschätzen. Kann nicht einordnen, was unwesentlich und was wichtig ist. Weiß, was man machen kann, aber weiß nicht, was man machen muss. Kann nicht untätig sein, wenn alle arbeiten und macht weiter, wenn alle nicht arbeiten. Hat äußerst ungern, wenn man ihm bei einer nicht abgeschlossenen Arbeit eine andere überträgt.


4. Kritisch zur eigenen Schönheit, zum eigenen Willen, zur eigenen Energie. Verträgt schmerzhaft ihre Missbilligung. Komplimente zu diesem Thema empfindet er nicht als Zweideutigkeit nur wenn sie unter vier Augen in einem freundlichen Ton und ohne Hervorhebung gesagt werden. Er braucht eine stille und leise Anerkennung. Kann sich nicht erlauben, unordentlich gekleidet zu sein.


5. Angenehme Emotionen, die dieser Typ braucht, sichert ihm der Partner durch seine Intelligenz, Logik, Ansprüche, Fähigkeit zu beschützen. Man muss pünktlich zu Verabredungen kommen, sein Versprechen halten, freundlich und sorgsam sein. Mehr Liebesbeweise und Gespräche darüber braucht man nicht. Wenn selbst der klügste Partner seine Meinung in Form von Überlegungen statt kurzer kategorischen Formulierungen kund tut, fühlt sich neben ihm stets unzufrieden und unglücklich. Seine Hauptanforderung an den Partner ist die Treue. Eine Untreue verzeiht er nicht.



© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

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http://www.socioniko.net/de/1.1.types/ri.html
http://www.team-space.net/models/socionics/german/types/INFJ.htm