Bewahrer, ESI, Dreiser

1. Gewinnt leicht das Vertrauen der Menschen. Ist freundlich, taktvoll, hat einen feinen ästhetischen Geschmack uns weiß ihn zu nutzen (Turgenew, Fitzgerald). Unfehlbar weiß er, wer wen liebt, wer wen nicht liebt, wer was will, wer wen beeinflusst und warum. Ein Moralprediger. Kennzeichnet sich häufig durch scharfe Beurteilungen (Machiavelli). Erinnert sich hervorragend an Gut und Böse und hält es für notwendig, es zu erwidern. Schätzt sehr eine Freundschaft und verzeiht keinen Verrat. In der vorehelichen Liebe äußert eine Unbeständigkeit, weil er eine Verlängerung der sich überlebten Beziehungen nicht für möglich hält. Hat keine Gefühle für diejenigen, die selbst nicht fähig sind, zu lieben. Regelt Beziehungen weniger mit Worten, sondern mit Untertönen und einem ausdrucksvollen Blick. Zeigt keine Emotionen, scheint daher kalt zu sein. Sieht den Gesprächspartner nicht an, als ob er diesen mit seinem Blick nicht verbrennen möchte. Eine komplizierte ethische Situation inspiriert ihn.


2. In einer neuen Gesellschaft ist das gewöhnlich ein ruhiger, bescheidener Mensch. Beobachtet und hört zu um zu verstehen, ob man die Anwesenden auf seine Seite mit seinen Visionen der menschlichen Beziehungen bringen kann. Wenn nicht, schweigt weiter oder verlässt sogar den Raum. Unter Gleichgesinnten ist er aktiv und gesprächig. Gleichgesinnte sind diejenige, die seine ethischen Normen angenommen haben. Emotionen ordnet den Emotionen Anderer zu. Unter Fröhlichen ist er fröhlich, unter Erbosten - erbost.


3. Der Feind soll neidisch sein. Wird nie seinen Zorn oder Hass zeigen, wird betont freundlich und selbstgefällig. Nur ein guter Freund wird ihn struppig und nicht ausreichend top sehen. Ist immer zugeknöpft, innerlich konzentriert. Äußerst intolerant gegenüber Ungepflegtheit und Unordnung.


4. Sexuelle Freizügigkeiten sind nicht für ihn. Hält die Treue zu seinem Partner nicht für diesen, sondern für das eigene Selbstwertgefühl. Für eine Frau dieses Typs ist der Gedanke unerträglich, dass es irgendwo einen Mann gibt, der sie "besessen" hat. Es ist ihm unangenehm, wenn jemand seinen Fähigkeiten oder Möglichkeiten nachspioniert oder mit eigenen Fähigkeiten gegenüber Anderen prahlt.


5. Lebt den Tag und wartet nicht gern. Zieht Aufgaben vor, die man schnell erledigen und das Ergebnis bewundern kann. Es scheint ihm, als ob er sich ständig verspätet, Andere dagegen halten ihn für pünktlich. Eine Notwendigkeit, irgendwas zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen, nervt ihn. Daher wird sein Dual erst am letzten Tag sagen, dass er vor einer Woche Theatertickets gekauft hat.


6. Äußert seine Gefühle in Taten statt Worten, neigt aber nicht dazu, sich diese "Taten" selbst auszudenken und folgt in den Alltagsaufgaben mit Vergnügen dem Willen des Partners. Schmeißt jederzeit eine Aufgabe hin und beginnt eine andere, wenn der Partner das möchte. Kann sich aufopfern, wenn das der Gesellschaft dient. Z.B. kann er die ganze Bürde des Haushalts auf sich nehmen, wenn der Partner einer sozial und gesellschaftlich bedeutenden Aufgabe nachgeht.



© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

Diese Beschreibung ist nicht nach Funktionen gegliedert. Andere Übersetzungesvarianten sind evtl. auf folgenden Seiten verfügbar:
http://www.socioniko.net/de/1.1.types/rf.html
http://www.team-space.net/models/socionics/german/types/ISFJ.htm