Marschall, SLE, Schukow

1. Das Endergebnis ist das Einzige, was ihn interessiert. Alles, was man zum Erreichen dieses „Endergebnis“ braucht, hält er für seine Chefsache. Ein willensstarker, zielstrebiger Mensch. "Wenn die Sterne nachts aufleuchten, dann braucht das jemand“. Sein Verhalten zielt betont nicht darauf, einen Eindruck beim Publikum zu hinterlassen, kümmert sich wenig um diesen Eindruck. "Habe es nicht verstanden, wiederholen Sie!", sagte Koroljow. Dieses „Habe es nicht verstanden“ konnte sich nicht jeder Vorgesetzte leisten. Alles, was er macht, macht er interessiert, leidenschaftlich und hat vor, es zum Ende zu bringen. Hat der Charakter eines unermüdlichen Kämpfers, der um jeden Preis über diesen oder jenen Feind Oberhand gewinnen muss. „Mein sollte Schwierigkeiten nicht ausweichen! Man muss sie überwinden können!“ lautet sein Motto.


2. Entschlossener und harter Charakter. Der Ausdruck „Hart, aber gerecht“ ist bereits geläufig geworden in Bezug auf solche Menschen. Marschall Schukow war hart, sehr hart. Er war der Einzige, der Stalin sagen konnte: „Wenn Sie meinen, dass der Generalstabschef nur wirres Zeug reden kann, dann hat er hier nichts zu suchen. Ich bitte, mich der Pflicht des Generalstabschefs zu entledigen und mich an die Front zu schicken“. Zweifelt nicht an seinem Recht, Menschen zu befehligen. Bei all seiner Liebe zur Kollegialität behält das Sagen selbst. Das wird i.d.R. durch eine helle Begeisterung für die Sache kompensiert, sowie durch die Fähigkeit Menschen mitzureißen.


3. Ein guter Taktiker. Fasst schnell die laufende Situation und das Kräfteverhältnis auf. Trifft eine Entscheidung und handelt. Ist zu einem politischen Manövrieren fähig, wird aber trotzdem von seiner Linie nie los lassen. Verfügt über eine starke Logik, aber diese Logik ist zielgerichtet, parteiisch. Sie dient nicht für philosophische Diskussionen, sondern für eine kreative Suche des kürzesten Weges zum Ziel. Im fällt es leichter, die Logik aufzugeben, als das Ziel.


4. Unterliegt kaum Angst, Hass und anderen negativen Emotionen. Wundert sich nicht und ist nicht neidisch. Je gefährlicher die Situation, desto konzentrierter und entschiedener ist er.


5. Redet nicht gerne über Gefühle. Es ist nicht seine Domäne. Und wenn er sie verrät, dann wird er das Gefühl haben, sich selbst verraten zu haben. Hat Angst vor Liebe als unverdientem Luxus. Hat auch vor jeglichen anderen Gefühlen Angst. Durch eine Projektion Anderer auf sich selbst hat er keinen Zweifel begehrt sein zu können, aber er ist selten sicher, auch geliebt zu werden. Braucht eine emotionale Unterstützung des Partners und unterordnet ihm seine Emotionen.


6. In seinen Handlungen neigt nicht dazu, sich an den Partner anzupassen, sondern zum puren Diktieren.



© Autor: Igor Weisband, 1986
© Übersetzung: Albert Schneider, 2011

Diese Beschreibung ist nicht nach Funktionen gegliedert. Andere Übersetzungesvarianten sind evtl. auf folgenden Seiten verfügbar:
http://www.socioniko.net/de/1.1.types/fl.html
http://www.team-space.net/models/socionics/german/types/ESTP.htm